Unterwegs in unserer Stadt

Herzliche Einladung zu Kaffee, Gebäck und Gesprächen!

An verschiedenen Samstagen im Jahr jeweils von 14.30 bis 17.00 Uhr treffen Sie auf den Friedhöfen Menschen, die sich Zeit für Sie nehmen, ein offenes Ohr und eine große Hoffnung haben.

Friedhofskaffee Termine 2017 – PDF

 

Was sich hinter dem Friedhofskaffee genau verbirgt erzählt Waltraud Bizer:

Die Idee

Das Friedhofskaffee entstand aus der Idee einer Freundin aus Mühlheim am Main. Dort verwandelt die EmK, deren Kirchengebäude nahe am Friedhof liegt, ihre Räume einmal in der Woche in ein Café. Besonders die Friedhofsbesucher kommen gerne, weil sie hier bei selbstgemachten Kuchen, Kaffee oder Tee Menschen finden, die Zeit haben, zuhören und Anteil an ihrem Leben nehmen.

Feuer gefangen

Mich hat dieses Projekt begeistert und nicht mehr losgelassen. Ich habe mich gefragt, wie wir diese Idee umsetzten könnten, ohne eine Kirche in Friedhofsnähe?  Da ich immer schon gerne in der freien Natur unterwegs bin, konnte ich mir ein Openairkaffee mit Tischen und Stühlen auf dem Friedhofsgelände gut vorstellen. Diese Idee streute ich immer wieder in meiner Gemeinde, und ich bekam schon bald Mitstreiter, die diese unkonventionelle Idee gerne mit mir umsetzten wollten. Auch mit unserer Anfrage beim Friedhofsamt rannten wir offene Türen ein, und sind von der Friedhofsverwaltung gerne gesehene Gäste.

Die Arbeit auf den Friedhöfen in Albstadt

Seit Herbst 2014 gibt es nun das Friedhofskaffee in Albstadt. Eine seltsame, vielleicht auch etwas sperrige Bezeichnung. Aber „Friedhofskaffee“ drückt genau das  aus, was es ist, nämlich Kaffee auf dem Friedhof.

Wir, das ist eine Gruppe von ernsthaften und fröhlichen Christen, laden Friedhofsbesucher zu Kaffee, Gebäck und ungezwungenen Gesprächen ein. Die Erfahrung von zweieinhalb Jahren hat uns gezeigt, dass wir oft gerade zur rechten Zeit am richtigen Ort gewesen sind. Da gab es ältere Witwen, die sich bei uns einfach nur wohl fühlten, und sich ihre ganz alltäglichen Sorgen und Probleme  von der Seele reden konnten, wären sie zu Hause doch wieder den ganzen Tag alleine gewesen. Andere forderten uns mit ihren brennenden Fragen zu Tod und ewigem Leben heraus. Wieder andere erzählten uns von Schickschalschlägen, die sie reifen ließ, andere wiederum zerbrachen fast unter dem Verlust eines geliebten Menschen. Es ging manchmal aber auch recht fröhlich bei uns zu, wenn unsere Gäste aus ihrem Nähkästchen plauderten. Gerne nahmen unsere Besucher beim Abschied noch eine Karte von den Marburger Medien mit, die sie sich aussuchen durften.

Natürlich gab es auch Menschen, die einen großen Bogen um unser „Kaffee“ machen, um nicht angesprochen werden zu können. Das ist o.k. und wird von uns respektiert.

Wer Freude hat, bei uns mitzuarbeiten, oder uns mit Gebäck zu unterstützen, darf sich gerne bei mir melden.

Kontakt:
Waltraud Bizer:     0151 / 65138906