Israel und Jordanien eine Rundreise durch Vergangenheit und Gegenwart

Erlebnisreiche Tage im Land der Bibel

Vom 27. März bis 07.April bereiste eine 25 köpfige Gruppe aus dem Zollernalbkreis unter der Leitung von Pastor Walther und seiner Frau Monika Seiler Israel und Jordanien. Die Reise, die vom Bildungswerk der Evangelisch-methodistischen angeboten wurde, beinhaltete eine Vielzahl an Höhepunkten. Bereist wurden neben der Mittelmeerküste mit den Städten Tel-Aviv, Haifa und Schawei Zion auch das Karmelgebirge, Galiläa, das Jordantal, Jordanien, die Negevwüste und natürlich auch Bethlehem und Jerusalem. Ehepaar Seiler, das seit etlichen Jahren Israel bereist und freundschaftliche Kontakte in das Land hat, ging es bei der Gestaltung der Reiseroute zum einen um die Vermittlung der biblischen Geschichte, zum anderen aber auch um Begegnungen im modernen Israel.
So standen mehrere Begegnungen mit Menschen, die in Israel und im Westjordanland leben auf dem Programm.

„Es ist schon eigenartig, dass ich erst nach Israel reisen musste, um erstmals bewusst Juden zu begegnen“ resümierte eine Teilnehmerin. Für sie öffnete sich ein neues Verständnis des Judentums, so wie eine neue Sensibilität im Hinblick auf den wachsenden Antisemitismus in Europa.

Begeistert war die Reisegruppe von der kulturellen Vielfalt und der Schönheit des Landes. Die außergewöhnlich starken Regenfälle der vergangenen Wochen, haben die Wüste buchstäblich blühen lassen. Neben dem Besuch Jerusalems war für viele Teilnehmende der Besuch in der Felstenstadt Petra in Jordanien, die zurecht als Weltkulturerbe anerkannt ist, einer der Höhepunkte der Reise. Da machte es den Älbern auch nichts aus, dass die 1000 m hoch gelegen Stadt sich mit nur wenigen Grad über Null ähnlich wie die Heimat etwas kalt präsentierte.

Natürlich ging auch der gestern zu Ende gegangene Wahlkampf in Israel nicht an der Reisegruppe vorüber. „In Gesprächen mit unseren Freunden haben wir gemerkt, wie sehr sich die Menschen Stabilität und Frieden wünschen. Im Alltag leben in Israel jüdische und arabische Israelis oft gut zusammen. Viele wünschen sich, dass sie nicht zwischen politischen hardlinern zerrieben werden.“ beschreibt Walther Seiler die Begegnungen.
Besonders freut sich Seiler auf ein weiteres Angebot zum jüdisch-christlichen Dialog im Zollernalbkreis. So findet vom 15.-18. Juli eine sogenannte Tora-Lernwoche in der Pauluskirche in Ebingen statt. Zusammen mit der Evangelischen Erwachsenenbildung, der Ev. Kirchengemeinde Truchtelfungen und der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus wird ein jüdischer Lehrer aus Jerusalem mit interessierten Bibelabende in der Pauluskirche gestalten. Auch die nächste Israelreise ist in Vorbereitung. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 wird dann der Schwerpunkt der Golan und die Negevwüste sein. Voranfragen nimmt das Pastorat entgegen.